Baubetreuung für Baugemeinschaften
Von der ersten Idee bis zum Einzug.
Wir begleiten Baugemeinschaften und Wohnprojekte in Hamburg, Bremen und Norddeutschland.
Unsere Internetseite wird derzeit überarbeitet. Bis dahin findet ihr hier die wichtigsten Informationen und unsere Kontaktdaten. Sprecht uns gern direkt an – telefonisch oder per E-Mail.
Seit 2014
Über HHBB
Seit 2014 widmen wir uns – damals noch als Arbeitsgemeinschaft der hamburger immobilienberater und der Architekten von Bosse Westphal Schäffer, heute Bosse Westphal Partner – der Beratung und Betreuung von Baugemeinschaften und Wohnprojekten. Die fachliche Expertise aus den Bereichen Planen und Bauen sowie zu Projektentwicklung und allen wirtschaftlichen Fragestellungen wird durch fundierte Kenntnisse aus den Bereichen Coaching und Mediation ergänzt. Dies ermöglicht eine umfassende Betreuung von Wohnprojekten von der Gründung bis zum Einzug. Und bei Bedarf natürlich auch danach.
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Unser Sitz liegt in Neugraben im Bezirk Harburg. Südlich der Elbe kennen wir uns entsprechend gut aus: Mehrere Baugemeinschaften haben wir hier selbst initiiert und von der ersten Gruppenversammlung bis zum Einzug begleitet, darunter Nestbau im Vogelkamp, Wohnen hoch drei an der Elfenwiese und CUXXE277 in Neugraben. Tätig sind wir selbstverständlich im gesamten Hamburger Stadtgebiet und seit 2022 auch in Bremen, wo wir Baugemeinschaften im Neuen Hulsbergviertel und Projekte im Ellener Hof betreuen.
Wir haben zahlreiche Erfahrungen mit Bauvorhaben in Holz- und Holzhybridbauweise. Gerne betreuen wir Baugemeinschaften, die geförderten Wohnraum im gemeinschaftlichen Eigentum errichten wollen, sind aber ebenso für Projekte im individuellen Eigentum offen. Ein besonderes Augenmerk liegt von Beginn an auf einer kostenoptimierten Errichtung – sie ist der Schlüssel zu einem angemessenen Eigenkapitaleinsatz der Mitglieder. Auch mit Wohnformen jenseits klassischer Grundrisse sind wir vertraut: In laufenden Projekten entwickeln wir geförderte Cluster-Wohnungen.
Unser seit Jahren gewachsenes und gepflegtes Netzwerk zu Planenden, Ausführenden und anderen Fachleuten stellen wir gerne zur Verfügung. Wir sind insbesondere in Norddeutschland, aber auch bundesweit, eng mit Kolleg*innen und weiteren Akteuren der Baugemeinschafts-Szene vernetzt und tauschen uns regelmäßig aus. Diesem Austausch dient auch unsere Mitgliedschaft in folgenden Verbänden und Zusammenschlüssen:
Baubetreuung
Was wir machen
Für Baugemeinschaften und Wohnprojekte stehen die inhaltlichen und konzeptionellen Fragen des gemeinsamen Wohnens im Vordergrund. Spätestens das Finanzierungskonzept, die Vergabe und die Bauüberwachung werden aber oft als notwendiges Übel gesehen – und nicht selten fehlt es den Gruppen hier an Erfahrung. Genau hier setzen wir an: als erfahrener Lotse durch alle wirtschaftlichen, rechtlichen und baulichen Fragen.
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Daher fordern die Städte Hamburg und Bremen bei der Vergabe städtischer Grundstücke an Baugemeinschaften in der Regel eine Baubetreuung. Sie vertritt die Baugemeinschaft als Bauherr*innenvertretung gegenüber Dritten, etwa gegenüber Bauunternehmen. HHBB begleitet und unterstützt Baugemeinschaften und Wohnprojekte in allen Eigentumsformen.
Stufe 1 – Start und Gründung
Ihr steht noch am Anfang? Wir helfen euch, aus einer Idee eine tragfähige Gruppe zu machen.
- Gründung neuer Gruppen und Aufbau der Baugemeinschaft
- Beratung zur passenden Organisations- und Rechtsform
- Begleitung bei der Bewerbung um ein städtisches Grundstück
Stufe 2 – Konzept und Finanzierung
Ihr habt eine Idee oder ein Grundstück in Aussicht? Wir prüfen die Machbarkeit und schaffen die wirtschaftliche Grundlage.
- Entwicklung eines tragfähigen Finanzierungskonzeptes
- Prüfung von Fördermöglichkeiten, etwa über die IFB Hamburg und die KfW
- Wirtschaftlichkeits- und Investitionsplanung, Einschätzung der Machbarkeit
- Auswahl des Architekturbüros begleiten
- Begleitung der Vorplanung
Stufe 3 – Bau und Umsetzung
Wenn gebaut wird, behalten wir Kosten, Termine und Qualität für euch im Blick.
- Bauherr*innenvertretung gegenüber Dritten
- Abwicklung des Zahlungsverkehrs bis zur Baufertigstellung
- Begleitung der weiteren Planung – von der Entwurfsplanung über den Bauantrag bis zur Ausführungsplanung und Vergabe
- Baukostenkontrolle
- Bau-Controlling
Wie sich die Stufen im Einzelnen aufteilen, hängt von eurer Gruppe und den Bedingungen der jeweiligen Grundstücksausschreibung ab. Der hier gezeigte Weg ist ein typischer Verlauf.
Wir arbeiten überwiegend digital – in Videokonferenzen, per E-Mail, mit gemeinsam bearbeiteten Dokumenten. Das spart Wege und Zeit auf beiden Seiten. Aber wenn es sinnvoll und zielführend ist, sehen wir uns natürlich auch in Präsenz. Auf die Mischung kommt es an.
In den regelmäßigen Plena eurer Gruppe sitzen wir dagegen bewusst nicht. Das hat einen Grund: Eine Baugemeinschaft wird nach dem Einzug ein selbstverwaltetes Wohnprojekt. Diese Eigenständigkeit lernt sich am besten früh – in der Planungsphase, wenn Entscheidungen noch reversibel sind. Wer als Gruppe gelernt hat, eigenständig zu entscheiden und einander zu vertrauen, ist dafür gerüstet, wenn es darauf ankommt: Spätestens auf der Baustelle müssen eure Vertreter*innen manchmal kurzfristig entscheiden, ohne jede Frage in die Gruppe zurückzuspielen.
Und natürlich sind wir während der Planungs- und Bauphase immer an eurer Seite. Wir nehmen euch also nicht alles aus der Hand, aber wir begleiten euch so, dass ihr am Ende ohne uns tragfähig seid.
Und weil jede Gruppe anders ist, stimmen wir den Zuschnitt der Betreuung immer individuell mit euch ab.
Außerdem: Bewerbungen, Workshops und Einzelberatungen
Die öffentliche Hand schreibt regelmäßig Grundstücke für Baugemeinschaften aus. In Hamburg z. B. über die Agentur für Baugemeinschaften, die IBA Hamburg GmbH oder die HafenCity Hamburg GmbH, in Bremen u. a. über die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte (GEG). Für die Bewerbung einer Gruppe ist in der Regel auch die Beteiligung einer Baubetreuung notwendig, um ein erstes Finanzierungskonzept aufzustellen. Oft ist die Anzahl der Bewerbungen um ein Grundstück sehr groß – und in der Regel bekommt nur eine Baugemeinschaft den Zuschlag. In diesem Verfahren haben wir bereits zahlreiche Baugemeinschaften begleitet.
Daneben geben wir Beratung und Input zu konkreten Fragestellungen in Form von Einzelberatungen oder Workshops – zu Finanzierung und Wirtschaftlichkeit, Erbbaurecht, kostengünstigem Bauen und Bauen mit Holz, Rechtsform und Genossenschaftsgründung sowie zu Gruppengründung und Konzeptentwicklung.
Die Leistungen erbringen wir in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Mitgliedern der Baugemeinschaft und den Planenden. Bei Interesse an einer Zusammenarbeit freuen wir uns auf eure Nachricht oder euren Anruf. Bei einem ersten Treffen zum Kennenlernen stimmen wir gemeinsam den benötigten Leistungsumfang und die Art der Zusammenarbeit ab.
Hamburg und Bremen
Projekte
Seit 2014 begleiten wir Baugemeinschaften und Wohnprojekte in Hamburg und Bremen – genossenschaftlich, gefördert oder im individuellen Eigentum.
Diese Gruppen suchen derzeit noch Mitglieder. Wenn euch eines der Projekte interessiert, meldet euch gern bei uns – wir stellen den Kontakt her.
- Kulturnah Wohnen
- Willybü
- HeiNa
- Stadtlüüd
- Geno.W
- Treibholz
- CUXXE277
- NH13
- Lu
Daneben haben wir seit 2014 zahlreiche Projekte bis zum Einzug begleitet, darunter Nestbau im Vogelkamp, Wohnen hoch drei an der Elfenwiese und Baumhaus Altona – sowie in Bremen die Projekte Guts Haus, s c h o l l e 47 und CasaColorida im Ellener Hof.
Einstieg
Mitmachen
Um euch den Einstieg in das Thema und das Mitmachen in einer Baugemeinschaft zu erleichtern, haben wir hier einige grundlegende Informationen zusammengefasst, die euch einen ersten Überblick geben können. Diese Informationen sind weder vollständig noch erschöpfend, sondern sollen nur dabei helfen, eure ersten Fragen zu beantworten. Um darüber hinausgehende Details zu erfahren, meldet euch gern bei uns.
Was ist eine Baugemeinschaft
Im Allgemeinen spricht man von einer Baugemeinschaft, wenn sich Bauwillige mit ähnlichen Vorstellungen zu Wohnen und Leben zusammenschließen, um gemeinschaftlich ein oder mehrere Häuser gemeinsam zu entwickeln und zu bauen, die zu diesen Ideen passen. Oft werden alternativ auch die Begriffe Baugruppe oder Bauherr*innengemeinschaft dafür verwendet. Wenn der Bau abgeschlossen und der Wohnraum bezogen wurde, wird die dort lebende Gemeinschaft meist als Wohnprojekt oder Gemeinschaftswohnprojekt bezeichnet.
Wie finde ich eine Baugemeinschaft
Sowohl die Baubetreuer*innen als auch die zuständigen Stellen der Städte sind Ansprechpartner für Gemeinschaften, die noch Mitglieder suchen. In Hamburg ist das die Agentur für Baugemeinschaften mit ihrer Kontaktbörse „Baut zusammen!“, die jederzeit online zugänglich ist und von monatlichen Veranstaltungen begleitet wird. In Bremen ist es die Koordinierungsstelle für Baugemeinschaften / Gemeinschaftliches Wohnen bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, die ebenfalls eine Kontaktbörse betreibt; die Orientierungsberatung und die Unterstützung bei der Gruppenbildung übernimmt dort die Beratungsstelle Wohn.Pro. Daneben bündelt das Netzwerk Wohnprojekte Bremen e. V. die Angebote in Bremen.
Als Einzelinteressent*in ist es darüber hinaus sinnvoll, mit Freunden und Bekannten oder z. B. auch mit sozialen Trägern oder Stadtteilzentren Kontakt aufzunehmen, um herauszufinden, ob dort schon Baugemeinschaften bekannt sind. Auch schon bestehende Wohnprojekte können ggfs. Auskunft über ähnliche Aktivitäten geben, die möglicherweise in ihrem Umfeld stattfinden. Da die Fluktuation in „alten“ Wohnprojekten meist sehr niedrig ist, verspricht aber vor allem auch die Gründung einer neuen Baugemeinschaft Aussicht auf erfolgreiche Umsetzung der gewünschten Wohnform. Größere Informationsveranstaltungen sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, um neue Baugemeinschaften und Gleichgesinnte kennenzulernen.
Eine Offenheit hinsichtlich der zukünftigen Lage eines Wohnprojektes erhöht die Chancen auf eine Realisierung zudem beträchtlich: Es werden in den kommenden Jahren viele Grundstücke von der Stadt Hamburg für Baugemeinschaften ausgewiesen. Diese Flächen liegen zum großen Teil an den grünen Rändern der Stadt, mit guter Anbindung an den ÖPNV, jedoch häufig noch ohne oder nur mit beschränktem Angebot an Stadtteilkultur und Gastronomie – dort können Baugemeinschaften den Stadtteilcharakter noch direkt mit ihren Nachbarn gestalten.
Risiken für Baugemeinschaften
Alle mit dem Bau von Wohngebäuden einhergehenden Risiken von nicht gemeinschaftlich tätigen Bauherr*innen sind auch von der Baugemeinschaft zu tragen. Dazu zählen z. B. die Kosten für Grundstückserwerb, Fachplaner*innen, Gebühren, Steuern und Baukosten, sowie nach Fertigstellung die Rückzahlung der Darlehen, die für Grundstückskauf, Entwicklung und Bau der Immobilie gewährt wurden. Ferner obliegt der Baugemeinschaft die Einhaltung von z. B. vertraglich gegenüber der Stadt oder Kommune zugesicherten Terminen und Qualitäten oder die Einhaltung der Vorgaben aus Förderprogrammen.
Es besteht in der Zeit von der Idee bis zum gemeinsamen Bewohnen des fertigen Gemeinschaftshauses fortlaufend die Möglichkeit der Fluktuation von Mitgliedern der Baugemeinschaft, z. B. durch Verzögerung der Projektphasen. Gleichermaßen kann es vorkommen, dass einzelne Mitglieder der Baugemeinschaft die notwendige Mitarbeit während der Planung und Entwicklung oder auch nach Bezug der Gemeinschaftsimmobilie unterschätzen und sich dadurch zeitweise überfordert fühlen können.
Chancen für Baugemeinschaften
Mitglieder von Baugemeinschaften möchten vor allem die Möglichkeiten von Partizipation, Transparenz, Sicherheit und Verwirklichung eigener Vorstellungen von Wohn- und Lebensraumgestaltung durch die Bildung einer Baugemeinschaft nutzen: Die Projektplanung erfolgt unter aktiver Beteiligung der Mitglieder, Projekte „von der Stange“ gibt es im Normalfall nicht, jede Baugemeinschaft erhält am Ende, entsprechend den finanziellen Möglichkeiten, individuell auf sie zugeschnittene Wohn- und Gemeinschaftsräume. Es entsteht zudem vollständige Transparenz zu Kosten, Verträgen und Fördermöglichkeiten – im Gegensatz zum Kauf einer z. B. durch Bauträger erstellten Immobilie.
Es kann eine größere Sicherheit gegenüber dem Bau als einzelne Bauherr*in erreicht werden, indem in der Baugemeinschaft vorhandenes Know-how, bestehende Netzwerke, professionelle Bauherrenvertreter*innen, alternative Finanzierungsmöglichkeiten genutzt und das finanzielle Risiko auf viele Schultern verteilt werden kann. Schließlich gibt es im städtischen Umfeld meist nur für Baugemeinschaften die Möglichkeit, vergünstigte Grundstücke zu erhalten, individuelle Vorstellungen zu alternativen und nicht anonymen Wohnformen umzusetzen und belebende gemeinsame Ideen auch in die Nachbarschaft auszustrahlen.
Rechtsformen von Baugemeinschaften
Häufig finden sich Initiator*innen von Baugemeinschaften zunächst mit einigen Bekannten und Freund*innen im Rahmen einer kleinen Kerngruppe oder Interessengemeinschaft und dann als GbR oder auch in einem Verein zusammen. In der Vorbereitung auf den Erwerb oder auf die Bewerbung um ein Grundstück kann sich die Gruppe dann für unterschiedliche Rechtsformen entscheiden: Sofern öffentliche Förderung in Anspruch genommen werden soll, wird in Hamburg zumeist eine Kleingenossenschaft gegründet. Alternativ dazu werden Grundstücke häufig an Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) vergeben bzw. verkauft. Auch wenn keine öffentliche Förderung beantragt werden soll, kann die Gründung einer Kleingenossenschaft viele Vorteile haben. Es gibt vereinzelt auch die Möglichkeit, mit Bestandsgenossenschaften zu kooperieren, die dann eigene Absprachen mit den Baugemeinschaften treffen.
Wichtige Partner von Baugemeinschaften
In Hamburg und in Bremen wird bei der Vergabe von städtischen Grundstücken an Baugemeinschaften die Beauftragung von Baubetreuer*innen vorausgesetzt. Dies ist auch für Baugemeinschaften hilfreich, die frei zugängliche Grundstücke erwerben und bebauen wollen, denn Baubetreuer*innen kümmern sich mit der Baugemeinschaft um Fragen zu Konzept und Finanzierung, zu rechtlichen Herausforderungen sowie zur Projektorganisation. Bei der Entwicklung und Organisation der Gruppe kann Unterstützung oder Moderation angeboten werden. Später übernehmen die Baubetreuer*innen die Vertretung und Unterstützung der Baugemeinschaft als Bauherrin gegenüber Bauunternehmen, Ämtern und Behörden. Auch bei der Auswahl von Architekt*innen und weiteren Kooperationspartnern und Planern kann die Baubetreuung hilfreich sein und als externer Partner der Baugemeinschaften zur Konfliktvermeidung innerhalb der Gemeinschaft beitragen.
Die Architekt*innenauswahl findet während der Bewerbungsphase oder frühzeitig nach der Vergabe eines Grundstücks an die Baugemeinschaft statt. Deren Aufgabe liegt zunächst darin, einen Entwurf zu erstellen, in dem sowohl die Ideen der Baugemeinschaft als auch eventuelle Vorgaben aus der Grundstücksvergabe und/oder Bebauungs- oder Funktionsplänen ihren Niederschlag finden. Mehrheitlich wählen Baugemeinschaften einige Architekten aus, die dann evtl. ein Auswahlverfahren durchlaufen und ihre Vorstellungen zu den Ideen und Vorgaben der Baugemeinschaften vorstellen.
Neben Baubetreuung und Architektur, die die Baugemeinschaft bis zum Einzug (oder ggfs. auch noch darüber hinaus) begleiten, werden nicht selten weitere Externe zur Unterstützung herangezogen. Dabei kann es sich um Coaches, Moderator*innen oder Mediator*innen, um Anwält*innen oder Steuerberater*innen, bei kleingenossenschaftlich organisierten Baugemeinschaften vor allem auch um einen genossenschaftlichen Prüfverband handeln. Bei städtisch ausgeschriebenen Grundstücken spielt in Hamburg vor allem die Agentur für Baugemeinschaften eine herausragende Rolle als Ansprechpartnerin für viele Fragen der Grundstücksbewerbung, Gruppenfindung, zum Projektverlauf, der Kontaktaufnahme zu weiteren Behörden und Ämtern der FHH sowie zur IFB Hamburg. In Bremen übernimmt diese Rolle die Koordinierungsstelle für Baugemeinschaften / Gemeinschaftliches Wohnen; die Förderung läuft dort über die Bremer Aufbau-Bank.
Finanzierungsmöglichkeiten für Baugemeinschaften
Je nach Art der gewählten Rechtsform und entsprechend der Zusammensetzung der Mitglieder stehen einer Baugemeinschaft unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, um ihr Gemeinschaftshaus zu finanzieren. Unabdingbar ist in jeder Form eine Beteiligung an den entstehenden Kosten mit eigenem Kapital. Dessen optimale bzw. notwendige Höhe berechnet sich anhand unterschiedlicher Kriterien und ist nicht pauschal zu benennen.
Ist die Gemeinschaft in Hamburg in Form einer förderfähigen Kleingenossenschaft organisiert, kann sie Förderung von der Investitions- und Förderbank Hamburg (IFB) beantragen. Allen Rechtsformen stehen die Förderprogramme der KfW und diverse weitere Programme zur Verfügung, die z. B. die Erstellung im Rahmen bestimmter energetischer Standards, die Verklinkerung von Fassaden oder massive Holzbauweise fördern. Verschiedene Banken engagieren sich für die Idee der Baugemeinschaften und fördern deren Bauvorhaben durch die Vergabe von günstigen Baudarlehen – bei vorliegender entsprechender Bonität.
Privatdarlehen aus dem Bekannten- und Freundeskreis sind relativ weit verbreitet, um Eigenkapitalanteile zu erhöhen. Für bestimmte Bausteine des Projektes kann möglicherweise auch bei Stiftungen nach Zuwendungen gefragt werden (Spielgeräte für Spielplatz, Küchengeräte für Gemeinschaftsküche o. ä.). So besteht die Finanzierung des Gesamtvorhabens am Ende häufig aus vielen unterschiedlichen Bausteinen, die sich zu einem sinnvollen und möglichst kostengünstigen Ganzen zusammenfügen.
Termine
Aktuell
Baugemeinschaftsforum 2026 – „Wie wohnst du morgen?“
Wir sind dabei: am Freitag, 6. November 2026, von 15 bis 20 Uhr im Lawaetzhaus, Neumühlen 16–20, Hamburg. Weitere Infos und Anmeldung bei der Lawaetz-Stiftung unter baugemeinschaftsforum.de.





